„Wasser im Spiegel der Kunst“ im Landesmuseum Mainz

Andreas Achenbach "Auf hoher See", Foto: © GDKE_Ursula Rudischer (Landesmuseum Mainz)

Andreas Achenbach "Auf hoher See"

Düstere Wolken, turbulente Wellen und stilisierte Rheinidyllen: Die Ausstellung „Nützlich, gefährlich, romantisch … Wasser im Spiegel der Kunst“, die im Mainzer Landesmuseum zu sehen ist, zeigt das Wasser als künstlerisches Motiv mit vielen Facetten. Der Countdown läuft: Die Schau läuft nur noch bis zum 4. März 2012 – die Zeit für einen lohnenden Museumsbesuch wird langsam knapp.

Die Schau, die ursprünglich bis zum 2. Oktober 2011 zu sehen sein sollte, hat sich zu einem Publikumserfolg entwickelt. Das Ergebnis: Eine Austellungsverlängerung bis zum 4. März 2012 gibt allen, die eher bei schlechtem Herbst- oder Winterwetter ins Museum gehen, Gelegenheit, Werke von Jan van Goyen, Salomon van Ruysdal, Andreas Achenbach zu entdecken und näher kennen zu lernen.

Ein interdisziplinärer Blick auf’s Wasser
Die Suche im umfangreichen Bilderfundus des Landesmuseums und diverse Ankäufe haben sich gelohnt. Eine ganze Reihe der etwa 90 gezeigten Werke des 17. bis 19. Jahrhunderts rund ums Wasser wurden eigens aus dem Magazin ausgegraben – mit interdisziplinären Blick, wie die Kuratoren zu Recht betonen. Alltags-, aber auch Umweltgeschichte wird in teilweise aufwändig und liebevoll gestalteten Texten erläutert, die niemals kunsthistorisch-akademisch daher kommen, sondern anschaulich und verständlich geschrieben Wissen an die unterschiedlichen Museumszielgruppen vermitteln.

Fröhlich baden oder Schiffbruch erleiden
Neben eindrucksvollen Naturkatastrophen oder dramatisch in Szene gesetzten Schiffbrüchen, die vor allem die Bedrohlichkeit des Wassers für den Menschen zeigen, widmen sich zahlreiche Gemälde dem alltäglichen Nutzen wie etwa dem Fischfang oder der Energiegewinnung. Auch der Freizeitwert des Wassers kommt nicht zu kurz: So erfährt der Museumsbesucher, ab wann es nicht mehr anstößig war, im Meer zu baden und dekadent am Strand zu liegen …

Die Ausstellung „Nützlich, gefährlich, romantisch … Wasser im Spiegel der Kunst“ bietet viele kleinere Highlights, die einen Besuch lohnen. Neben Ludwig Willroiders Monumentalgemälde „Nach der Sintflut“, das nach über 100-jähriger Geschichte der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist das vor allem Claude Monets Gemälde „Die Überschwemmung“, das aus der Fülle ‚alter Schicken‘ heraussticht. Als Werk des 20. Jahrhunderts bezaubert es mit seiner impressionistisch hingetupften Zartheit und seinen wohltuend hellen und positiven Farben.

Eckdaten Ausstellung:
Nützlich, gefährlich, romantisch … Wasser im Spiegel der Kunst
5. Juni 2011 bis 4. März 2012

Öffnungszeiten:
Dienstag 10.00-20.00 Uhr
Mittwoch-Sonntag 10.00-17.00 Uhr
Montag geschlossen

Anschrift:
Landesmuseum Mainz
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Große Bleiche 49 – 51
55116 Mainz

Tel.: 06131 / 28 57-0
Fax: 06131 / 28 57-288

Die Ausstellung „Wasser im Spiegel der Kunst“ im Netz

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