Die Suche nach dem aluminiumfreien Deo geht weiter

Diese Deos kommen ohne Aluminium aus, Foto: Andrea Amerland

Diese Deos kommen ohne Aluminium aus, Foto: Andrea Amerland

Die Verunsicherung beim Thema Aluminiumchlorid in Deos ist nach wie vor groß, da die Forschungslage widersprüchlich bleibt. Während die einen sich sicher sind, wie krebserregend dieser Zusatzstoff in Deos ist,  geben die anderen Entwarnung. Jetzt empfiehlt der Toxikologe Detlef Wölfle im Interview mit „Spiegel Online“, den Gebrauch von  aluminiumhaltigen Deodorants zu reduzieren bzw. völlig zu vermeiden.

Erschreckend ist, dass der Großteil der handelsüblichen Deodorants Aluminiumchlorid enthält und der Verbraucher in überfüllten Drogerieregalen mühselig nach Alternativen suchen muss. In dem Blogbeitrag „In dubio pro deo“ habe ich diese Problematik bereits vor längerer Zeit einmal aufgegriffen und auf aluminiumfreie Produkte hingewiesen, die ich ausfindig machen und ausprobieren konnte. Der Beitrag war 2013 der meistgeklickte Artikel dieses Blogs und wird auch 2014 häufig aufgerufen, insbesondere dann, wenn das Thema wieder in den Fokus journalistischer Berichterstattung rückt wie jetzt mit dem Wölfle-Interview bei „Spiegel Online“.

Aluminium ist überall

Wie das Gespräch mit dem Toxikologen zeigt, lauert Aluminium überall in unserem Alltag. Wir nehmen es demnach über die Nahrung auf und reichern unseren Körper über Gebühr damit an. „In der Summe ist zu befürchten, dass der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa gesetzte Grenzwert für die maximal tolerable wöchentliche Aufnahme zumindest teilweise überschritten wird“, erklärt Wölfle „Spiegel Online“. Und er rät dazu, Aluminium zu vermeiden, wo es sich vermeiden lässt – eben durch den Verzicht auf aluminiumchloridhaltige Zahnpasta und Deodorants. In diesem Tenor äußert sich auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Stellungnahme. Das ist für mich Grund genug, mit meinem kleinen persönlichen Produkttest weiter zu machen. Diese Deos ohne Aluminium habe ich in den letzten Wochen und Monaten ausprobiert:

Sebamed Frische Deo: Das Deo wurde im Jahr 2008 von „Ökotest“ mit „sehr gut“ bewertet. Es hat einen frischen, grünen, aber auch leicht herben Duft. Es ist gut verträglich und reizt die Haut trotz des Alkoholgehalts nichts. Allerdings ist die Wirkdauer begrenzt. Zumindest bei mir.
Speick Natural Deo Spray: Auch dieses alumiumfreie Deo hat vor ewigen Zeiten einmal ein „gut“ von „Ökotest“ bekommen. Es riecht sehr herb, wenn es aus dem Zerstäuber kommt, hat es für meinen Geschmack einen Duft, der eher zu Männern passt. Aber es wirkt ganz ordentlich. Deswegen ist es dennoch empfehlenswert.
Santé Deo Spray Goji Power: Riecht fruchtig-süß, ist gut verträglich, aber für Menschen in Bewegung reicht die Wirkung nicht aus. Zudem ist es mit einem Preis um 9 Euro im Verhältnis zur Leistung recht teuer.
Alterra Sport von Rossmann: Aus welchen Gründen auch immer, präsentiert die Drogerie-Kette dieses Deo aus ihrem Portfolio nicht auf der Website. Dabei riecht es angenehm und desodoriert anhaltend. Allerdings kann ich die 24-Stunden-Wirkung nicht unterschreiben, die das Etikett verspricht.
Deo mit Lotusblüte von Yves Rocher: Von diesem Produkt bin ich positiv überrascht, weil Yves Rocher zwar seit Jahrzehnten mit einem Naturkosmetik-Image am Markt ist, die Produkte aber nicht den Regeln zertifizierter Naturkosmetik entsprechen, wie etwa dem „BDIH-Standard“, der für mich ein wichtiger Indikator für verträgliche Produkte ist. Das Deo hat einen natürlichen, aber femininen Duft, verzichtet nicht nur auf Aluminiumchlorid, sondern auch auf Parabene und Alkohol. Es enthält stattdessen Aloe Vera, wodurch das Deo eine gelartige Konsistenz bekommt. Wird es reichlich aufgetragen, kommt man damit auch bei frühlingshaften Temperaturen ganz gut über den Tag.

Was andere zum Thema Deos schreiben:

Liste aluminiumufreier Deos
Aluminium im Deo: Was Sie wissen sollten
Gutes Deo ohne Aluminium: Gesucht, getestet, gefunden (?)
Warnung vor Gefahr durch Aluminium: Angstschweiß wegen Deos
Deo ohne Aluminium

6 Gedanken zu „Die Suche nach dem aluminiumfreien Deo geht weiter

    • lieber komoranflug, der ansatz stimmt schon. leider ist der „duft“ nur die später einsetzende „pein“, die sich durchaus noch mit häufigem wäschewechsel verhindern lässt.
      im vordergrund steht aber immer erst mal nasse kleidung. und das ist ein abscheuliches gefühl. von ästhetischen aspekten noch gar nicht zu reden.

      beste grüsse
      d.

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  1. ich habe gehört das es in verdacht steht auch für alzheimer verantwortlich zu sein. man fand bei patienten eine erhöhte ablagerung des aluminium vor. ist dir das bekannt?

    leider wirkt bei mir kein einziges deo ohne dieses enthaltene mittel. krankheitsbedingt. ich habe daher auch schon so einiges durchprobiert.

    liebe grüsse und bleibe dran.
    d.

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