Über Andrea Amerland

Online-Redakteurin, Journalistin, Social-Media-Evangelistin - auch wenn es in der Bibel nur Evangelisten gibt :-) - Text- und Kommunikationsprofi in PR, Marketing und Medien. Du findest mich auch auf Google+, Twitter, Facebook oder Xing.

Das Billriff auf Juist

Video

Orkan Felix hat mich in den vergangenen Tagen viel an die Nordsee denken lassen, so dass ich auf meiner Festplatte nach Bildern und Videos von diversen Nordseeurlauben gestöbert habe. Dabei bin ich unter anderem über ein kleines Video gestolpert, dass ich mit dem Handy auf dem Billriff auf Juist gemacht habe. Das Billriff ist der westliche Abschluss der Insel und nur bei Ebbe begehbar. Es besteht aus Sand – viel Sand – und erinnert an eine Wüstenlandschaft. Je nach Jahreszeit hat das Sandriff aber einiges zu bieten: Bis zu 30.000 Seevögel machen dort neben Seerobben Rast. Aber auch ohne Tiere ist das Billriff ein Naturschauspiel aus Sand, Wolken und Meer. Für mich war der Besuch ein besonders schöner Tag am Meer.

Wie der Mythos Titanic im Museum weiterlebt

Hervorgehoben

Schiffswrack der Titanic im Nordatlantischen Ozean, Foto: 2010 RMS Titanic, Inc., a subsidiary of Premier Exhibitions, Inc.

Schiffswrack der Titanic im Nordatlantischen Ozean, Foto: 2010 RMS Titanic, Inc., a subsidiary of Premier Exhibitions, Inc.

Warum übt ein im Jahr 1912 untergangenes Kreuzfahrtschiff, das auf dem Meeresgrund vor sich hinmodert, solch eine Faszination auf uns aus? Bis gestern hatte ich auf diese Frage eher eine vage Antwort. Nach dem Besuch der Ausstellung “Titanic. Echte Funde, wahre Schicksale” im Historischen Museum der Pfalz in Speyer ist das Bild für mich klarer.

Auch am 2. Januar 2015 wirkt die Titanic noch wie ein Magnet: So muss, wer die Ausstellung sehen möchte (im Original „Titanic: The Artifact Exhibition“), erst einmal Schlange stehen. Bereits neun Tage nach der Eröffnung (30.12.2014) konnte das Historische Museum der Pfalz in Speyer, das nach Paris, Amsterdam und Brüssel die erste deutsche Station der Schau ist, 10.000 Besucher verzeichnen. Das lässt die Verantwortlichen bereits auf einen Riesenerfolg hoffen. Denn noch bis zum 28. Juni 2015 sind die 250 Originalfundstücke, die in mehreren aufwändigen Expeditionen zwischen 1987 und 2010 aus rund 3.800 Metern Tiefe vom Titanic-Wrack geborgen werden konnten, zu sehen.

Exponate der Titanic-Ausstellung in Speyer

Gezeigt werden Gegenstände des täglichen Gebrauchs, vieles davon aus dem privaten Besitz der Opfer, darunter persönliche Dinge wie Schmuck, Bekleidung, Koffer, Bürsten, Spiegel oder Kosmetiktiegel, aber auch Teile des Schiffs vom Waschbecken bis zum Bord-Geschirr. All das macht aus einem gesunkenen Schiff noch keinen Mythos. Wohl aber die Fortschritts-Euphorie, die den Glauben an die Unsinkbarkeit des Schiffs nährte und in einem Hochmut mündete, der zum Untergang der Titanic und dem Tod von knapp 1.500 Menschen führte.

Zu wenig Rettungsboote, verlegte Ferngläser, Konkurrenzdruck und Gewinnstreben der Reedereien, ein fahrlässiger Kapitän und ein fehlendes Krisenmanagement führten dazu, dass die Titanic am 14. April 1912 südlich der Neufundlandbank im Atlantik auf einen Eisberg lief. Die triumphale erste Fahrt des Vorzeigeschiffs der White-Star-Line war zugleich dessen letzte. Nur 700 der insgesamt 2.300 bis 2.400 Reisenden überlebten. Denn keines der Rettungsboote war voll besetzt.

Das Konzept der Titanic-Ausstellung setzt auf alle Sinne und das Einzelschicksal

Durch Fotos und kurze Lebensbeschreibungen, die erklären, was die einzelnen Passagiere auf die Titanic verschlug, welche Hoffnungen sie hatten und welche Motive sie antrieben, werden aus den abstrakten Opfern des Unglücks Menschen.

Ein weiterer Verdienst der Titanic-Ausstellung ist es, die Atmosphäre auf dem legendären Schiff mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Wir sehen nicht nur, welchen Anzug ein Reisender trug (sensationell, wie gut er erhalten ist und erschreckend, dass der Mann, der ihn einmal trug, ertrunken ist), sondern können auf einem nachgebauten Flur der ersten Klasse lustwandeln. Besucher sehen eine der luxuriösen Einzelkabinen oder die Enge einer Vierbett-Kabine der dritten Klasse. Nur leider fehlt ein Nachbau der imposanten Haupttreppe, die unter einer mächtigen Glaskuppel fünf Decks miteinander verband. Sie ist bedauerlicherweise nur mit einem Foto zu sehen.

Aber es wird erfahrbar, wie es sich im Verandacafé entspannen ließ und wie das Orchester Walzer spielte – auch bis zum bitteren Ende ist die Musik angeblich nicht verstummt. Auch das stampfende und wummernde Dröhnen der Turbinen und Maschinen ist zu hören und zu spüren. Selbst wie eisig kalt sich 0 Grad anfühlen – so die Wassertemperatur des Atlantiks, indem die meisten Passagiere erfroren und nicht ertranken – lässt sich an einem besonderem Exponat erfühlen: einer Eisberg-Installation. Nur Riechen können wir die Titanic nicht … auch wenn kleine Parfumflaschen, ein weiteres Exponat der Schau, noch einen Hauch ihres Inhalts verströmen sollen …

Eckdaten “Titanic – Die Ausstellung. Echte Funde, wahre Schicksale”

Dauer:
21. Dezember 2014 bis 28. Juni 2015

Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene: 14,50 €
Ermäßigt:13,50 €
Studenten u. Kinder/Schüler: 6,50 €

Kontakt:
Historisches Museum der Pfalz Speyer
Domplatz, 67346 Speyer

Besucherservice: 06232 62 02 22
Zentrale: 06232 13 25 0
Fax: 06232 62 02 23
E-Mail: info@museum.speyer.de

Was andere zur Titanic-Ausstellung schreiben:

Winterlicher kleiner See

Bild

Kleiner See im Biotop, das durch die Renaturierung des Gonsbach entstanden ist, Foto: Andrea Amerland

Kleiner See im Biotop, das durch die Renaturierung des Gonsbachs entstanden ist, Foto: Andrea Amerland

Jetzt habe ich doch tatsächlich in der letzten Bildergalerie vom verschneiten Gonsbachtal ein Foto vergessen … Weil’s so schön ist, reiche ich es hiermit nach. ‘See’ ist als Begriff vielleicht ein wenig hoch gegriffen. Auf jeden Fall ist es ein Feuchtbiotop, dass nach der Renaturierung des Gonsbachs entstanden ist. Die Enten finden es gut. ;-)

 

 

Wie Mainz im Schnee versinkt

Galerie

Diese Galerie enthält 4 Fotos.

Bis zu 40 Zentimeter Schnee hat der Deutsche Wetterdienst mit Sitz in Offenbach für Rheinland-Pfalz angekündigt. Mainz ist bereits ordentlich verschneit. Weiterlesen

Bewerten:

Coface Arena: Gelb steht ihr gut

Hervorgehoben

Coface Arena Mainz

Coface Arena Mainz, Foto: Andrea Amerland

… und Blau auch. Ein wahrer 05er-Traum. Für die Nicht-Mainzer: In der Coface Arena spielt Mainz 05 derzeit um Platz 7 in der Bundesliga und damit für die Teilnahme an der Europa League. Ob Fußball-Fan oder nicht – im Frühjahr ist das rote Stadion im gelben Raps jedenfalls eine echte Foto-Schönheit. Das finden auch die Mainzerinnen. Zwei von Ihnen riefen mir beim Fotografieren zu “Das habe ich auch gerade fotografiert” und “Nehmen Sie auch den Duft auf?”. Letzteres ist mir leider nicht gelungen … Das nächste Mal vielleicht. ;-)

Springer für Professionals: Wie ein Portal Wissen vermittelt

Hervorgehoben

Neues Wissensportal Springer für Professionals

Keyvisual Springer für Professionals, Foto: Springer

Heute mache ich einmal gnadenlos Werbung in eigener Sache. Verzeihung, aber es muss einfach sein … :-) “Springer für Professionals” heißt das Wissens-Portal, das ich redaktionell betreue. Es ermöglicht über eine E-Book-Flatrate den Zugriff auf tausende digitalisierte Fachbücher und Fachartikel. Dieser Beitrag stellt “Springer für Professionals” vor.

Weiterlesen

Die Suche nach dem aluminiumfreien Deo geht weiter

Hervorgehoben

Diese Deos kommen ohne Aluminium aus, Foto: Andrea Amerland

Diese Deos kommen ohne Aluminium aus, Foto: Andrea Amerland

Die Verunsicherung beim Thema Aluminiumchlorid in Deos ist nach wie vor groß, da die Forschungslage widersprüchlich bleibt. Während die einen sich sicher sind, wie krebserregend dieser Zusatzstoff in Deos ist,  geben die anderen Entwarnung. Jetzt empfiehlt der Toxikologe Detlef Wölfle im Interview mit “Spiegel Online”, den Gebrauch von  aluminiumhaltigen Deodorants zu reduzieren bzw. völlig zu vermeiden.

Weiterlesen

Reise in mein autogenes Ich

Hervorgehoben

Mediation und Entspannung

von Dedda71 (Eigenes Werk) [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons

Stress zu vermeiden, steht bei den Deutschen auf Platz eins (59 Prozent) der guten Vorsätze für 2014, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage in Auftrag der DAK. Doch wenn es darum geht, Strategien zu entwicklen, um der Hektik des Alltags besser gewachsen zu sein, sind wir zumeist ratlos und bald wieder der sprichwörtliche Hamster im Rad. Damit wollte ich Schluss machen. Jetzt besuche ich einen Kurs für Autogenes Training.

Weiterlesen